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Was kann ich tun bei...?

  • Schwäche:
    Für die Betroffenen ist Schwäche eine große Belastung. Das Umlegen im Bett, Waschen, Gespräche bedeuten für sie große Anstrengungen.
    Hilfe: Hand- und Fußbäder mit warmem Wasser, sanftes Abwaschen des Rückens können helfen1
  • Kälte:
    Bei vielen Sterbenden kann man ein aufsteigendes Auskühlen der Extremitäten und Taubheitsgefühl des Körpers von den Füßen hoch zum Kopf beobachten. Die Betroffenen nehmen dies nicht unbedingt wahr.
    Hilfe: Fußbäder mit warmen Wasser, Fußeinreibungen mit Lavendelöl, Wollsocken, die nicht zu eng sitzen dürfen oder eine Wärmflasche, die nicht zu heiß sein darf. Wärme erzeugt ein Gefühl der Geborgenheit.
  • Starre:
    Durch Schwäche und Schmerzen neigen einige Sterbende zu Bewegungslosigkeit.
    Hilfe: vorsichtige, ruhige Bewegungen der Gliedmaßen, behutsames Einreiben und rhythmisches, langsames Ausstreichen mit Ölen in Richtung des Herzens
  • Mundtrockenheit:
    Medikamente, Atmen mit offenen Mund und Appetitlosigkeit können Ursachen für eine Mundtrockenheit sein.
    Hilfe: Mundspülungen mit Salbeitee können Abhilfe leisten. Auch gefrorene Eiswürfel oder Früchte sind für Betroffene angenehm. Vorteilhaft ist auch eine regelmäßige Mund- und Lippenpflege durchzuführen.1
  • Atemnot:
    Die Betroffenen haben das Gefühl keine Luft zu bekommen. Dadurch können Ängste und Panik entstehen. In vielen Fällen ist ein Versagen der Atemmechanik ausschlaggebend.3
    Hilfe: Ruhe bewahren und den Betroffenen nicht alleine lassen.2 Ihr Atemrhythmus sollte stabil bleiben, dass kann sich positiv auf den Sterbenden übertragen. Atemstimulierende Einreibungen und Öffnen eines Fensters kann unterstützend helfen. Versuchen Sie sich nicht über den Betroffenen zu beugen, zu viel Nähe kann die Atemnot verschlimmern. Der Oberkörper kann aufrechter positioniert werden.3
  • Appetitlosigkeit:
    Das Bedürfnis zu essen nimmt in der Sterbephase stark ab. Es ist ein klassisches Symptom fortgeschrittener Erkrankungen. Die Nahrungsaufnahme und die Verdauung erfordern viel Energie, was der Körper mit der Appetitlosigkeit versucht zu umgehen.3
    Hilfe: Versuchen Sie nur kleinste Mengen dem Betroffenen zu geben. Eis ist ein gern genommenes Lebensmittel in dieser Zeit. Probieren Sie es aus. Geben Sie Ihrem Angehörigen sein Lieblingsgetränk, um ein wenig Wasserzufuhr zu ermöglichen.3
  • Schmerz und Angst:
    Sanftes Berühren kann den Sterbenden beruhigen und ihm Nähe vermitteln. Bedenken Sie, dass es dem Betroffenen den einen Tag sehr gut tut aber es sich an einem anderen Tag als Belastung herausstellen kann. Das hat nicht unbedingt zu bedeuten, dass Ihr/e Betroffene/r Ihre Nähe ablehnt, sondern die Bedürfnisse der Sterbenden wechseln oft.

Versuchen Sie für den/die Sterbende/n eine angenehme und ruhige Umgebung zu schaffen. Leise beruhigende Musik sowie  angenehmes Licht können dabei helfen. 3


1  Heine, Rolf (http://www.vfap.de/anthroposophische-pflege/begleitung-sterbender , Zugriff: 22.02.2018)
2Nagele Susanne, Feichtner Angelika (2009): Lehrbuch der Palliativpflege. Facultas, 2. Auflage
3Hospiz Österreich (2013): Begleiten bis zuletzt (http://www.forumgesundheit.at/cdscontent/load?contentid=10008.601355&version=1407835410 , Zugriff: 06.03.2018)

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