Tipps für pflegende Angehörige


Mundpflege in der Palliativversorgung

Die Mundpflege ist ein wichtiger Bestandteil der palliativen Versorgung und trägt wesentlich zum Wohlbefinden und der Lebensqualität schwerkranker Menschen bei.

Gerade in belastenden Krankheitsphasen kommt es häufig zu Mundtrockenheit, Belägen, Entzündungen oder Schmerzen bei Essen und Schlucken. Eine regelmäßige und behutsame Mundpflege kann Beschwerden lindern und das persönliche Wohlbefinden spürbar verbessern.

Für viele Betroffene ist der Mund ein besonders sensibler Bereich. Deshalb stehen Achtsamkeit, Respekt und individuelle Bedürfnisse bei der Pflege immer im Mittelpunkt.

Was bei Mundtrockenheit helfen kann

Bereits kleine Maßnahmen können Erleichterung schaffen:

  • Regelmäßiges Anfeuchten der Mundschleimhaut
  • Vorsichtiges Auswischen oder Besprühen des Mundes
  • Kleine Schlucke vertrauter Getränke nach individuellem Geschmack
  • Gefrorene Fruchtsäfte oder Eiswürfel zur Erfrischung
  • Pflegende Lippenpflege zur Vorbeugung von Rissen und Spannungsgefühl

Auch die regelmäßige Reinigung von Mund, Zunge, Zahnfleisch und Lippen hilft dabei, Schmerzen, Beläge und unangenehme Gerüche zu reduzieren.

Natürliche Unterstützung durch Kräutertees

BBestimmte Kräutertees können die Mundpflege ergänzen und beruhigend wirken. Häufig verwendet werden:

  • Kamille
  • Salbei
  • Thymian
  • Ringelblume

Je nach Anwendung können sie entzündungshemmend, beruhigend oder antibakteriell wirken. Wichtig ist dabei immer individuell und gut verträgliche verwenden. Hierbei sollte natürlich auch besonders auf die Geschmäcker geachtet werden.

Ergänzender Hinweis

Bei Soorbelägen, Entzündungen, offenen Stellen und Wunden im Mund sollte bitte frühzeitig der behandelnde Arzt oder die zuständige Palliative-Care-Fachkraft angesprochen werden.

Eine rechtzeitige Behandlung kann Beschwerden lindern, Schmerzen reduzieren und Mundpflege deutlich erleichtern.

Unterstützung für Angehörige

Viele Patient: innen können die Mundpflege nicht mehr selbstständig durchführen. Angehörige erleben diese Situation oft als ungewohnt und unsicher.

Wir unterstützen Sie mit praktischen Hinweisen, zeigen schonende Möglichkeiten der Mundpflege und stehen bei Fragen jederzeit beratend zur Seite. Gemeinsam schaffen wir mehr Wohlbefinden, Nähe und Lebensqualität im Alltag.

Wir unterstützen Sie in unserer Sprechstunde

Unsere Beratungstermine finden donnerstags ab 13:30 Uhr in unseren Räumlichkeiten statt. Damit wir uns ausreichend Zeit für Ihr persönliches Anliegen nehmen können, bitten wir um vorige Terminvereinbarung.

Sie erreichen uns montags bis freitags zwischen 8:30 Uhr bis 17:00 Uhr telefonisch unter 04488 – 520 88 88, per E-Mail an info@palliativ-stuetzpunkt.de oder über unser Kontaktformular.

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